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wien.arbeiterkammer.atAK FÜR SIE 04/2015
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Börsel
ne Lohn- oder Einkommensteuer zahlen,
eine Steuergutschrift in Höhe von maximal
110 Euro.
Kern des neuen Tarifmodells ist der
von 36,5 auf 25 Prozent gesunkene Ein-
gangssteuersatz. Statt bisher drei gibt es
nun sechs Tarifstufen, wobei der Spitzen-
steuersatz für Einkommen ab einer Million
Euro auf 55 Prozent erhöht wird.
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Nicht selbst bezahlt
„Ein weiterer großer Erfolg dieser
Reform ist, dass wir uns die Entlastung
nicht selbst zahlen“, betont der AK Präsi-
dent. Denn 90 Prozent werden durch Un-
ternehmen, durch Einnahmen aus der Be-
kämpfung des Steuerbetrugs, durch
sinnvolles Sparen beim Staat und durch
die Stärkung der Kaufkraft finanziert.
Die Kampagnen von Gewerkschaftsbund und AK für weniger
Lohnsteuer waren erfolgreich.
L
ohnsteuer runter!“, war der
Titel der Kampagne des Gewerk-
schaftsbunds – und seit Sommer
vorigen Jahres sammelten die Gewerk-
schafterInnen österreichweit mehr als
882.000 Unterschriften für eine spür-
bare Entlastung der ArbeitnehmerIn-
nen. Gleichzeitig warb die Arbeiter-
kammer für „Lohnsteuer senken!“
Nachsatz: „Die Belastungen werden
immer höher – warum sollen immer wir
Arbeitnehmer alles finanzieren?“
Die Kampagnen waren erfolgreich.
Gewerkschaftsbund und Arbeiterkam-
mer legten der Bundesregierung ein
gemeinsames Konzept für die Steuer-
senkung vor – und jetzt geht fast die
komplette Entlastungssumme der
Steuerreform in die Entlastung der Ar-
beitnehmerInnen.
Für den Präsidenten des Österrei-
chischen Gewerksschaftsbundes Erich
Foglar hätte es das Ergebnis der Steu-
ersenkung ohne den ÖGB nie gege-
ben: „Ein Ergebnis, das den Menschen
hilft.“ AK Präsident Rudi Kaske: Das ist
ein Erfolg von AK und Gewerkschaft.
Darauf können wir zu Recht stolz sein.“
882.000 Unterschriften
AK Präsident Kaske, ÖGB Präsident Foglar: gemeinsamer Erfolg Steuersenkung
Wichtigste Maßnahmen im Kampf
gegen den Steuerbetrug sind die Ein-
führung der Registrierkassenpflicht und
die Abschaffung des Bankgeheimnisses
für Unternehmen. „Denn Steuerbetrug ist
kein Kavaliersdelikt und muss hart be-
kämpft werden“, sagt Kaske.
Vermögensbezogene Steuern
Zudem wurden durch die Anhebung der
KESt auf Dividenden, durch die Anhebung
der Immobilienspekulationssteuer und
durch eine Änderung der Grunderwerbs-
steuer auch Schritte bei vermögensbezo-
genen Steuern gesetzt.
Einzelne Punkte treffen auch – aller-
dings zu einem sehr geringen Teil – Arbeit-
nehmerInnen und Selbstständige. So kön-
nen Sonderausgaben – das sind Beiträge
zur freiwilligen Kranken-, Unfall- und Pensi-
ons- und Lebensversicherung sowie Aus-
gaben zur Wohnraumschaffung und
Otto,
49, Elektriker
Mehr netto
jährlich .....
+ 1.499,–
Fotos: Mischa Nawrata, Lisi Specht, Markus Zahradnik