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AK FÜR SIE 04/2015

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0.000 Wohnungen für rund 68.000

Menschen sollen in den nächsten fünf

bis sieben Jahren zusätzlich entstehen.

Die Regierung hat eine Wohnbau-Initiative

präsentiert, die auf einer Einigung der Sozi-

alpartner vom vergangenen Jahr fußt. Mit 700

Millionen Euro von der Europäischen Inves-

titionsbank soll ein Bauvolumen von 5,75

Milliarden ausgelöst werden. „Mehr leistba-

re Wohnungen zu bauen, ist aufgrund der

wachsenden Städte wichtig und nötig“, sagt

AK Präsident Rudi Kaske. „Mehr leistbare

Wohnungen bedeuten zudem mehr Arbeits-

plätze und kurbeln auch die Wirtschaft an.“

Wohnbaugelder wieder binden

Beim Wohnbauprogramm geht es im We-

sentlichen darum, dass die Regierung über

eine zu gründende Wohnbauinvestitionsbank

günstige Darlehen der Europäischen Inves-

titionsbank anzapft. Für 500 Millionen dieser

Gelder ist eine Haftung des Bundes vorge-

sehen, die die Konditionen weiter vergüns-

tigen wird. Diese Mittel sollen von der

Wohnbauinvestitionsbank an gemeinnützige

oder gewerbliche Bauträger weitergeleitet

werden. „Wesentlich ist allerdings, dass die

Länder nicht wegen dieser zusätzlichen

Mittel ihre eigenen Wohnbauförderausgaben

reduzieren“, sagt Kaske. Daher ist es nötig,

eine erneute Zweckbindung der Wohnbauför-

derungsmittel in den anstehenden Verhand-

lungen zum Finanzausgleich zu regeln.

Mieten senken

„Es muss wieder gesetzlich festgeschrieben

werden, dass die Länder die Wohnbauför-

dermittel auch tatsächlich in den Wohnbau

stecken und nicht anderswo verwenden“,

betont Kaske. „Zudem brauchen wir auch

eine große Mietrechtsreform.“ Bei Gering-

verdienern fressen die Wohnkosten mehr

als 40 Prozent des Gehalts. „Wir bleiben

am Ball“, sagt Kaske. Die AK verlangt klare

Mietobergrenzen, ein Ende der Befristungen,

außer der/die VermieterIn meldet Eigenbe-

darf an, niedrigere Betriebskosten und

klare Erhaltungsregeln für VermieterInnen

für die gesamte Wohnungsausstattung.

Derzeit gelten die Regeln „nur“ für Heizther-

men. Überdies muss die Maklerprovision

für MieterInnen entfallen.

Mehr günstige Wohnungen

Ein weiterer Erfolg im Einsatz der AK für billigeres Wohnen. Die Regie-

rung hat ein Wohnbaupaket präsentiert.

initiativ

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Foto: Christian Fischer

AK Präsident Rudi Kaske, AK KonsumentenschützerInnen Gabriele Zgubic und Walter Rosifka

haben Druck gemacht. Jetzt hat die Regierung ein Wohnbaupaket geschnürt

AK-Erfolg

Abschlüsse sollen

etwas wert sein

Wer außerhalb der EU eine Ausbildung abge-

schlossen hat, hat bei uns ein Problem: Es ist

kompliziert bis unmöglich, sich den Abschluss

anerkennen zu lassen. Deshalb werden viele

Zuwanderer und Zuwanderinnen in Österreich

unter ihrer Qualifikation beschäftigt – viele

Firmen halten ausländische Zeugnisse nicht

für gleichwertig. Die Arbeiterkammer setzt

sich schon länger für ein Anerkennungsgesetz

ein, damit die Anerkennung regulierter Aus-

bildungen zukünftig weniger kompliziert ist.

Jetzt hat die Bundesregierung so ein Gesetz

für Herbst versprochen. Im Rahmen dieses

Gesetzes, verlangt die AK, müssen auch Re-

geln dafür erstellt werden, wie in- und aus-

ländische Abschlüsse zu vergleichen sind.

AK-Aktion

Mauthausen-Denkmal

renoviert

17 Lehrlinge der Berufsschule für Baugewer-

be in Wien renovierten Mitte März in einem

gemeinsamen Projekt das Jugenddenkmal

der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Unter-

stützt und finanziert wurde das Projekt vom

AK Fachausschuss Pflasterer und der Wiener

Innung der Pflasterer. Das Jugenddenkmal

wurde auf Initiative des Mauthausen Komitees

Österreich und der Österreichischen Lagerge-

meinschaft Mauthausen 2001 zur Erinnerung

an Kinder und Jugendliche errichtet, die im

KZ Mauthausen inhaftiert waren. „Professio-

nelle Renovierung und großartiges Engage-

ment“, lobte das Mauthausen Komitee Öster-

reich die Arbeit der Lehrlinge am Denkmal.

Wiener Pflasterer-Lehrlinge bei der Arbeit

am Jugenddenkmal in Mauthausen

Foto: Johann Leutgeb