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AK FÜR SIE 12/2017 – 01/2018
J
etzt werden die richtigen Weichen für
den Bahnverkehr in der Ostregion ge-
stellt“, sagt AK Präsident Rudi Kaske.
Jahrelang hat die AK ein deutliches Plus
bei den Bahn- und Busverbindungen von
und nach Wien gefordert. Mit dem Fahr-
planwechsel am 10. Dezember wird es
rund 1,5 Millionen Zug-Kilometer und
33.000 Sitzplätze mehr geben.
Immer weiter ausbauen
Für die AK bleibt das Thema Öffi-Ausbau aber
weiter auf der Tagesordnung: Denn die Ost-
region wächst weiter. Nur mit mehr schnellen
und kostengünstigen Öffi-Angeboten wird es
weniger Stau auf den Straßen und eine gute
Luftqualität in und um Wien geben.
Deshalb drängt die AK auch die künfti-
ge Bundesregierung, die Öffis in der Ver-
kehrspolitik zu stärken. Denn wie viel Busse
und Bahnen unterwegs sind, regeln die
Verkehrsdiensteverträge zwischen den Bus-
und Bahnunternehmen einerseits und dem
Bund und den Ländern andererseits. Au-
ßerdem setzt sich die AK für eine direkte
Vergabe von Bahnaufträgen an die öster-
reichischen Bahnunternehmen ein. Kaske:
„Die Bahn muss rotweißrot bleiben. Sonst
fließen österreichische Steuergelder an
große Bahnkonzerne in Deutschland oder
Frankreich, statt die hiesige regionale Wirt-
schaft zu stärken.“
Ein Ticket für alle Züge
Für die Fahrgäste ist ganz wichtig: Ein Ticket
für alle Züge. Derzeit akzeptiert die West-
bahn AG weder das Top-Jugendticket noch
die Jahreskarten des Verkehrsverbundes
Ostregion. Die Situation verschärft sich
weiter, da in Zukunft die Westbahnzüge
auch in einigen innerstädtischen S-Bahn-
Stationen in Wien halten werden, ohne dass
Wiener Fahrscheine gültig sind.“
■
U.B.
Mehr Öffis, wenig Stau
Jahrelang hat die AK mehr Bahnverbindungen gefordert.
Seit 10. Dezember gibt es 1,5 Millionen Bahnkilometer mehr.
initiativ
Foto: Christian Fischer
AK Präsident Rudi Kaske und AK Verkehrsexperte Heinz Högelsberger (r.) mit dem AK Pendler-
fahrplan: 1,5 Millionen Bahnkilometer mehr
AK Erfolg I
Wohnungskauf: Üble
Klauseln gestoppt
Die AK hat einen Bauträger wegen unfairer
Klauseln in Eigentumswohnungs-Kaufverträ-
gen abgemahnt. Er sollte diese rechtswid-
rige Praxis unterlassen. Mit den Verträgen
hätten die WohnungskäuferInnen die zum
Haus gehörende Zentralheizung „doppelt“
kaufen müssen. Einerseits über den Kauf-
preis für die Wohnung, andererseits über die
laufenden Heizkosten an einen sogenannten
Contractor. Der Bauträger unterschrieb zwar
eine Unterlassungserklärung, verwendete die
Klauseln jedoch weiter. Nach einer AK Klage
wurde er nun vom zuständigen Oberlan-
desgericht zu einer Konventionalstrafe von
mehr als 60.000 Euro verurteilt. „Wir gehen
davon aus, dass der Bauträger die Rechte
der Wohnungskäufer endlich einhält“, sagt
AK Wohnrechtsexperte Walter Rosifka. „Wir
bleiben dran und prüfen das genau.“
AK Erfolg II
Milch nun mit
Bananen
Die Niederösterreichische Molkerei warb auf
ihrer Bananenmilch mit aufgeschnittenen
Bananenscheiben. Doch drinnen war gerade
einmal ein fingernagelbreites Stück Banane.
Für die AK klar eine irreführende Produkt-
aufmachung. Diese suggerierte, dass der
Geschmack von den abgebildeten Bananen-
scheiben stammt. Die AK brachte daher eine
Klage ein. Nun gibt’s das rechtskräftige Urteil
des Oberlandesgerichts Wien: Fruchtabbildun-
gen können auch bei korrektem Zutatenver-
zeichnis irreführend sein. Viele Konsumen-
tInnen lesen die Zutatenliste nicht oder nicht
genau. Die Molkerei hat nachgebessert.
Foto: picturedesk.com / FoodCollection / Yarvin, Brian
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