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Noch Fragen?

wien.arbeiterkammer.at

AK FÜR SIE 12/2017 – 01/2018

7

im Blick

D

ie gesetzliche Mitgliedschaft in der

AK und der Wirtschaftskammer und

die Sozialpartnerschaft sind die

Grundlage für unser Kollektivvertragssys-

tem. Ohne die gesetzliche Mitgliedschaft

der Unternehmen in der Wirtschaftskam-

mer würden die Kollektivverträge nicht

mehr automatisch für alle gelten.

Besser mit Kollektivvertrag

Bei der Regelung von Löhnen und Ge-

hältern haben die Sozialpartner, insbe-

sondere die Gewerkschaften, in jüngster

Zeit in einigen Kollektivverträgen Verbes-

serungen für Familien erreicht. Dabei

geht es um die Anrechnung von Elternka-

renz für Vorrückungen innerhalb des

Lohn- und Gehaltsschemas.

Vorrückungen sind von den Dienst-

jahren abhängig. Vor allem Frauen wür-

den in Elternkarenz gehen und ohne eine

Anrechnung viel Geld verlieren.

Hier haben die Sozialpartner in eini-

gen wichtigen Kollektivverträgen wie

dem Handel und der Metallindustrie eine

volle Anrechnung ab bestimmten Stich-

tagen vereinbart. Im Gesetz gibt es das

nicht. AK Vizepräsidentin Renate Anderl:

„Diesen Weg wollen wir als Sozialpartner

weitergehen, ohne dass uns eine Regie-

rung dabei behindert.“

K. N.-A.

Informationen unter

www.oegb.at

Der KV hilft Familien

Die Anrechnung von Elternkarenzzeiten auf Entgeltvorrü-

ckungen steht nicht im Gesetz, sondern im Kollektivvertrag.

Zum Beispiel Handelsangestellte: Sie profitieren davon, dass der von den Gewerkschaften

ausgehandelte Kollektivvertrag auch die Anrechnung von Elternkarenzzeiten regelt

Foto: picturedesk.com / Westend61 / Tom Chance

Foto: Alexandra Kromus/PID

D

ie Abgabenquote senken hört sich

erst einmal gut an. Aber was steckt

wirklich dahinter? Die Abgabenquote

ist der Anteil der Steuern und Sozialabga-

ben an der Wirtschaftsleistung. Und in ers-

ter Linie bedeutet eine hohe Abgabenquo-

te, dass ein hohes Ausmaß an Leistungen

wie Schulbildung, Arztbehandlungen oder

Pflegebetreuung vom Staat erbracht wird,

anstatt dass die BürgerInnen diese Leistun-

gen jeweils privat finanzieren müssen. Eine

hohe Sozial- und Abgabenquote geht im

internationalen Vergleich mit einer hohen

Wirtschaftsleistung pro Kopf einher.

Achtung, Kürzung

Bleibt die Frage, ob diese Leistungen effizi-

ent erbracht werden. In Österreich arbeiten

1,6 von 10 Erwerbstätigen im öffentlichen

Dienst. Das liegt im Vergleich der entwi-

ckelten Industriestaaten der OECD im un-

teren Drittel. Viel zu holen ist bei Einspa-

rungen in der Verwaltung also nicht. Eine

Senkung der Abgabenquote um bis zu 15

Milliarden Euro, wie sie jetzt im Gespräch

ist, erreicht man nicht durch eine Ver-

waltungsreform. Hier müssten Leistungen

massiv gekürzt werden: 15 Milliarden Euro

kosten etwa alle Krankenhäuser in ganz

Österreich in einem Jahr.

Ungesunde Diät

Es ist auch keine gute Idee, dass die Staats-

ausgaben nur so stark wie die allgemeine

Teuerung steigen dürfen. Denn es gibt Be-

reiche, wo der Bedarf steigt. Soll man etwa,

um Kindergärten, Schulen und Pflege auszu-

bauen, die Straßen verfallen lassen? Der

„schlanke Staat“ klingt vielleicht gut, führt

aber zu einer ungesun-

den Crash-Diät.

Unsinn mit der

Abgabenquote

Wirtschaft

klipp&klar

MMag.

a

Romana Brait

AK Wien, Abteilung Wirtschafts-

wissenschaft und Statistik

Mehr auf

AK half 100.000

Mal vor Gericht

Die AK Wien hat den 100.000sten

Rechtsschutzfall erfolgreich

abgeschlossen: Sie erreichte eine

Entschädigung für Frau Stelzer, die

als 55-Jährige nach 15 Jahren von

der Firma gekündigt wurde. „Die

AK hilft den ArbeitnehmerInnen in

Wien“, so AK Präsident Rudi Kaske.

„Das ist eine wichtige Säule für ein

soziales Wien“, so Bürgermeister

Michael Häupl. Er empfing Frau

Stelzer, Rudi Kaske und Hans

Trenner, AK Bereichsleiter für

Arbeitsrecht und Rechtsschutz.

Bürgermeister Michael Häupl, AK Bereichsleiter Hans

Trenner, Roswitha Stelzer, AK Präsident Rudi Kaske