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AK FÜR SIE 12/2017 – 01/2018

N

och werden an den Unis keine Studi-

engebühren verlangt, solange Stu-

dentInnen ihr Studium innerhalb be-

stimmter Fristen schaffen. Außerdem müs-

sen StudentInnen auch dann nicht zahlen,

wenn sie länger brauchen, weil sie neben-

bei arbeiten. Diese Ausnahme könnte fallen.

Ministerium säumig

Der Verfassungsgerichtshof hat die Aus-

nahme für Berufstätige im Uni-Gesetz ge-

kippt, weil freie und fixe ArbeitnehmerIn-

nen nicht gleich behandelt werden. Und

das Wissenschaftsministerium hat bisher

keinen Entwurf zur Reparatur des Geset-

zes vorgelegt. Die AK verlangt eine rasche

Neuregelung. Sonst würden StudentInnen

benachteiligt, die sich ein Studium ohne

Zusatzjob nicht leisten können.

n

P.M.

Foto: Christian Fischer

Uni: Neue Studiengebühr droht

Wer neben dem Studium arbeitet, könnte abkassiert werden.

Studieren neben dem Job: AK gegen

Benachteiligung

Foto: picturedesk.com / Ernst Weingartner

D

ie deutsche ASA Event wirbt für ein

Musical der Central Musical Compa-

ny mit dem Titel „Das Phantom der

Oper“. AK Konsumentenschützer Martin

Goger warnt: „Es hat nichts mit dem Musi-

cal von Andrew Lloyd Webber zu tun – an-

derer Text, andere Musik. Das geht aus der

Werbung nicht klar hervor.“

In Österreich, auch in Wien, sind für

„Das Phantom der Oper“ sechs Auffüh-

rungen geplant. „Wir wollen die Konsu-

mentInnen warnen, damit sie sich nicht mit

falscher Erwartungshaltung Tickets kau-

fen“, betont Goger.

Im März wurde das Musical „Les Misé-

rables“ aufgeführt, beworben von der High-

light Concerts GmbH. „Auch hier wurde mit

dem bekannten Titel geworben“, sagt AK

Konsumentenschützer Goger. „Wir führen

derzeit ein Gerichtsverfahren. Das Musical

beruhte lediglich auf der gleichnamigen Ro-

manvorlage von Victor Hugo, ansonsten

hatte es wenig mit dem berühmten gleich-

namigen Musical gemeinsam.“

Andere „Misérables“

So war kein einziges Lied aus dem Broad-

way-Musical zu hören, wesentliche Inhalte

des Original-Musicals wurden einfach

weggelassen. Es beschäftigte sich etwa

gar nicht mit dem Leben des kleinen Mäd-

chens Cosette.

n

D.S.

„Falsches Phantom“!

Eine aktuelle Bewerbung für „Phantom der Oper“ hat nichts mit

dem weltbekannten Musical zu tun, warnt die AK.

Warnt vor Musical-Werbung für ein anderes „Phantom“: AK Konsumentenschützer Martin Goger

Maklerprovision

Achtung, unseriöser

Makler casht ab!

„Die Maklerfirma D&E Real Estate & Finance

s.r.o mit Sitz in Bratislava will von Wohnungs-

suchenden eine Anzahlung auf die Makler-

provision. Und das, obwohl noch gar kein

Vertrag erfolgreich vermittelt wurde“, warnt

AK Wohnrechts-Experte Walter Rosifka. „Eine

Vorauszahlung auf die Provision ist verboten.“

Sie wird erst bei einem abgeschlossenen Kauf-

oder Mietvertrag fällig. Überdies verrechnet der

Makler bei einem vermittelten Vertag mehr, als

er darf. „Makler dürfen bei mehr als drei Jahre

befristeten oder unbefristeten Wohnungs-Miet-

verträgen maximal zwei Bruttomonatsmieten

plus 20 Prozent Umsatzsteuer verlangen.“ Die

Grundlage für die Berechnung der Provision ist

der monatliche Hauptmietzins plus Betriebs-

kosten ohne die bei der Miete anfallende

Umsatzsteuer. „Manche Makler rechnen diese

leider auch unerlaubt mit hinein, was zu einer

höheren Basis führt. Es kommen ja noch ihre

20 Prozent Umsatzsteuer drauf“, weiß Rosifka.

Verlegung

Umweltbundesamt:

AK gegen Umzug

Die Bundesregierung will das Umweltbundes-

amt mit seinen rund 520 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern von Wien nach Klosterneuburg

verlegen. „Eine Verlegung hat nur Sinn, wenn

die Behörde dort angesiedelt wird, wo sie be-

sonders gut arbeiten kann“, sagt AK Direktor

Christoph Klein. Aber gerade das Umweltbun-

desamt ist auf die Kooperation mit Wiener

Hochschulen wie etwa der Technischen Uni-

versität angewiesen. „Ein Verlegung ins Wiener

Umland schafft nur mehr Verkehr, bringt aber

nicht mehr Effizienz“, so der AK Direktor und

fordert den Umweltminister auf, die Verlegung

noch einmal zu prüfen.

Das Umweltbundesamt soll nach Kloster-

neuburg: Bringt nur mehr Verkehr, so die AK

Foto: picturedesk.com / dpa / Jan Woitas