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AK FÜR SIE 12/2017 – 01/2018

Noch Fragen?

wien.arbeiterkammer.at

Glabuen Arbeit rkammer

Alle ArbeitnehmerIn-

nen sollen Mitglied

in der AK bleiben,

und Sozialpartner-

schaft ist gut für

Österreich. Das sagt

die große Mehrheit.

Volle Leistung – geschätzt

F

ür die ArbeitnehmerInnen geht

es in den Verhandlungen von

ÖVP und FPÖ über eine neue

Regierung um viel. Denn die

VerhandlerInnen

diskutieren

auch über die Sozialpartner-

schaft von AK, ÖGB, Wirtschafts- und

Landwirtschaftskammer. Und die FPÖ for-

dert dabei, die gesetzliche Mitgliedschaft

in der AK und der Wirtschaftskammer

abzuschaffen oder die Geldmittel der AK

zu kürzen (bei Redaktionsschluss gab es

noch kein Ergebnis).

Die meisten ArbeitnehmerInnen wollen

das nicht. Nur 15 Prozent der AK Wien Mit-

glieder sagten bei einer Umfrage, sie wären

lieber nicht Mitglied der AK. Die Befürwor-

terInnen der AK bekommen jetzt Unterstüt-

zung von allen ÖsterreicherInnen, also auch

von PensionistInnen oder Selbstständigen,

zeigt eine aktuelle Umfrage der Sozialwis-

senschaftlichen Studiengesellschaft.

gleich zwei Drittel (63 Prozent) der von der

Sozialwissenschaftlichen Studiengesell-

schaft Befragten sagen: Die Abschaffung

der gesetzlichen Mitgliedschaft in der AK

wäre schlecht für die ArbeitnehmerInnen.

Tatsächlich ist die gesetzliche Mitglied-

schaft „Garant des sozialen Friedens und

dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitneh-

mer ihre Rechte durchsetzen können“. So

formuliert es AK Präsident Rudi Kaske. Ge-

setzliche Mitgliedschaft in den Kammern ist

eine Voraussetzung für die Sozialpartner-

schaft. Das sehen auch die Befragten so.

2

Erfolg mittels

Kollektivverträgen

In Österreich werden Konflikte zwischen

ArbeitnehmerInnen und Wirtschaft in der

Sozialpartnerschaft gelöst. Selten muss

gestreikt werden, das Grundprinzip ist so-

zialer Friede. Das ist den ÖsterreicherIn-

nen wichtig. In der Umfrage sagen vier von

fünf Befragten (80 Prozent), die Sozial-

partnerschaft spiele generell eine sehr

große oder große Rolle für Österreich.

1

Zwei Drittel für

volle Mitgliedschaft

In der Arbeiterkammer werden alle Arbeit-

nehmerInnen Mitglied, sobald sie in einer

Firma zu arbeiten anfangen oder einen frei-

en Dienstvertrag abschließen. Das genau

bedeutet gesetzliche Mitgliedschaft. Und

Die ÖsterreicherInnen zu AK, sozialem Frieden

Alle ArbeitnehmerInnen sollen Mitglied in der AK sein –

und die Sozialpartnerschaft spielt

eine große Rolle für Österreichs Entwicklung. Das sagt eine große Mehrheit.

Die Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft in der AK ...

... wäre schlecht für die

ArbeitnehmerInnen

... für Österreich

generell

... für kollektivvertragliche

Lohnerhöhungen

... für die Einkommens-

entwicklung generell

... für die Entwicklung der

Wirtschaft

Die Rolle der Sozialpartnerschaft ist ...

27

%

40

%

25

%

18

%

53

%

36

%

40

%

45

%

63

%

sehr groß

groß

groß

groß

groß

sehr groß

sehr groß

sehr groß

Quelle: Umfrage Sozialwissenschaftliche Studiengesellschaft, 980 Befragte, November 2017

Foto: Erwin Schuh