

AK Präsidentin RENATE ANDERL beim Tag des
Dialogs in der AK Wien: „Unseren Mitgliedern
verpflichtet – sonst niemandem“
Wandel in der Arbeitswelt durch Digitali-
sierung, mit neuen Formen der Beratung
und mit dem Ausbau der Beratung zu den
Themen Wohnen, Bildung und Pflege. Er-
reicht wird das durch Einsparungen und
Umschichtungen.
Anderl: „Unsere Mitglieder stehen
täglich vor neuen Herausforderungen.
Unsere Aufgabe ist es, auf diese Heraus-
forderungen zu reagieren.“ Dazu verein-
barten die Arbeiterkammern ein Zukunfts-
programm. „Damit reagieren wir auf die
Wünsche der Mitglieder aus dem Mitglie-
derdialog.
Neue Leistungen
Im Detail planen die Arbeiterkammern
neue Leistungen in drei Bereichen.
■
Digitalisierung:
Über einen Qualifizie-
rungsfonds sollen ArbeitnehmerInnen un-
terstützt werden, die beim Wandel in der
Arbeitswelt mithalten müssen. Und die AK
wird Projekte fördern, die
neue Arbeitsplätze schaffen
und Arbeitsbedingungen ver-
bessern.
■
Neues Mitgliederservice:
Die Arbeiterkammer baut ihre
Beratung im Netz aus – zum
Beispiel per Video.
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Neue Beratungsthemen:
BildungslotsInnen der Arbei-
terkammern werden flächen-
deckend zu den Themen Bil-
dung für Jugendliche beraten.
Ausgebaut wird die Beratung
in Mietrechtsfragen. Und in
Zukunft wird die Arbeiterkam-
mer beim Pflegegeld helfen, die Einstu-
fung der Betroffenen zu überprüfen.
n
P.M.
EHR
LEISTUNG
ALLES
IN
GELB
W
ie soll Arbeit?“
Das fragten AK und
ÖGB ab Anfang März ihre Mitglieder.
Sie konnten per Antwortkarte und im
Internet sagen, was ihnen wichtig ist – vom
Thema Arbeitszeit über gerechten Lohn bis zur
sozialen Sicherheit. Und damit sich so viele
wie möglich beteiligen
konnten, rollte eine Welle
in schrillem Gelb durch die
Straßen, die Betriebe und
das Netz.
Über eine Million
war am
Dialog beteiligt – und an
die 300.000 trugen ihre Anliegen in die
Karten ein oder beteiligten sich online. Dazu
kamen noch Diskussionen auf Facebook,
über Twitter und auf Veranstaltungen, und die
AK lud Ende Mai zu einem Jugendaktionstag
und zum Tag des Dialogs.
Da waren dann
die Bauarbeiter,
die sich gegen ein
höheres Pensi-
onsalter ausspre-
chen, die
Sekretärin, die die
bisherige Form
der Unterstützung von Arbeitssuchenden
erhalten haben will – oder der Drucker, der
gegen einen 12-Stunden-Tag ist.
„Wir greifen das auf“,
sagt AK Präsidentin
Renate Anderl. „Die Mitglieder können sich
auf uns verlassen. Wir setzen uns dafür ein,
dass ihre Rechte gesichert bleiben.“
So lief der Mitgliederdialog
von
Anfang März bis Ende Mai auf der
Straße, in Betrieben und im Netz.
…ausgefüllte Karte
in die Box….
Mit Unterstützung
von Sambatrommlern,…
…und am Tag des Dialogs Ende Mai in der
Arbeiterkammer Wien
Günther Sulm, Ilse Plass, Manfred Bauer bei
General Dynamics European Land Systems (von
links): „Gleicher Lohn für gleiche Leistung“
Noch Fragen?
wien.arbeiterkammer.atAK FÜR SIE 06/2018
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Foto: Erwin Schuh
Foto: Erwin Schuh
Foto: Thomas Lehmann
Foto: Sebastian Philipp