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as Österreichische Institut für Famili-
enforschung (ÖIF) hat dazu im
Februar eine umfassende Zusam-
menschau internationaler Forschungser-
gebnisse veröffentlicht:
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Sichere Bindung ist entscheidend.
Der Aufbau einer stabilen Bindung zu einer
Bezugsperson im ersten Lebensjahr ist ent-
scheidend für die weitere Entwicklung
eines Kindes. Sich in das Kind einfühlen zu
können, seine Bedürfnisse verlässlich zu
erkennen und zu erfüllen ist wichtiger als
die Dauer des täglichen Zusammenseins.
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Alter.
Nach dem ersten Geburtstag ist
eine Betreuung in einer Krippe jedenfalls
möglich. In vielen Fällen auch schon davor,
wie eine US-Studie für Kinder ab dem drit-
ten Monat gezeigt hat.
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Eingewöhnung:
In guten Krippen gibt
es eine Eingewöhnungszeit von zehn Ta-
gen, während der Sie Ihr Kind begleiten,
meint die Entwicklungspsychologin Liese-
lotte Ahnert von der Universität Wien, eine
der AutorInnen der ÖIF-Studie.
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Betreuungsschlüssel.
Je weniger Kin-
der die PädagogInnen betreuen müssen,
desto besser. In Wien dürfen in einer
Kleinkindgruppe nicht mehr als 15 Kinder
sein. Pro Gruppe müssen ein/e PädagogIn
und ein/e HelferIn zur Verfügung stehen.
Hier fordert die AK dringend mehr Perso-
Gut aufgehoben
Oft sind Eltern unsicher, ob sie ihre Kinder schon vor dem dritten
Lebensjahr in einer Krippe lassen können. Seien Sie beruhigt!
Dank kompetenter Betreuung entwickeln
Kinder in der Krippe gute soziale Fähigkeiten
nal, um auf die individuellen Bedürfnisse
der Kinder gut eingehen zu können.
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Vorteil ausgebildeter PädagogInnen:
Gerade die Betreuung von Kleinkindern ist
sehr anspruchsvoll, weil sie ihre Bedürfnis-
se noch nicht selbst ausdrücken können.
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Von anderen Kindern lernen.
Kinder in
Einrichtungen mit gutem Betreuungsschlüs-
sel entwickeln bessere Fähigkeiten im Um-
gang mit anderen Kindern, als Kinder die
daheim mit Nachbarskindern spielen.
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Startvorteil für die Schule.
Mit zuneh-
mender Dauer der vorschulischen Bil-
dungs- und Betreuungserfahrung von Kin-
dern nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, ein
Gymnasium zu besuchen.
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K. N.
Foto: picturedesk.com / dpa / Georg Wendt
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Wartezeit.
Ein Jahr vor dem geplanten
Eintritt sollten Sie Ihr Kind schon anmelden.
Für die städtischen Einrichtungen ist die
Hauptanmeldezeit November und Dezember.
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Alter.
Krippenplätze gibt es in Wien für
Kinder zwischen null und drei Jahren.
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Kontakte zu allen Krippen,
Kindergrup-
pen und Tageseltern, egal ob öffentlich oder
privat, finden Sie bei den Servicestellen der
Magistratsabteilung 10 (Tel. 277 55 55) oder
im Internet auf
www.wien.gv.at/kontakte/ma10/index.html.
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Kostenlos sind öffentliche Krippen,
private Einrichtungen werden bis zur Höhe
eines öffentlichen Krippenplatzes gefördert. Für
Essen und Extras werden Beiträge eingehoben.
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Für den Essensbeitrag
kann beim Amt für
Jugend und Familie (Magistratsabteilung 11)
um Befreiung angesucht werden, wenn das
Haushaltseinkommen unter 1.100 Euro liegt.
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Vorrang bei der Platzvergabe
haben
Berufstätige, WiedereinsteigerInnen vor Ende
der Karenz (Karenzmeldung mitbringen!),
TeilnehmerInnen einer AMS-Schulung und
Jobsuchende mit Jobzusage.
Infos unter
wien.arbeiterkammer.at/beratung/berufundfamilie
So geht’s zum
Krippenplatz
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