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Johannes Baldinger: täglich zwölf Kilometer

von Alsergrund nach Liesing

Sonja Zankl: täglich von Mariahilf nach

Landstraße

24

AK FÜR SIE 04/2015

I

n die Arbeit fahren ist kein Wettren­

nen!“, sagt Johannes Baldinger. Er ra­

delt täglich zwölf Kilometer vom Alser­

grund nach Liesing. „Es macht mehr Spaß,

wenn die Radfahrer untereinander vorsich­

tiger sind, Handzeichen geben

und mit Licht fahren. Und eh klar:

Fußgänger haben Vorrang.“ Wer

wie Johannes Baldinger oder

Sonja Zankl täglich mit dem Rad

unterwegs ist, muss nicht mehr

vom Radeln überzeugt werden.

„Aber zur Arbeit radeln, das ist auch was

für Einsteigerinnen und Einsteiger“, sagt

AK Verkehrsexpertin Judith Wittrich.

Start in die Radl-Saison

Wien radelt wieder zur Arbeit: Jetzt schon Teams bilden, ab

1. Mai Kilometer sammeln.

Foto: Lisi Specht

Foto: picturedesk.com / Action Press

Sichere Radroute zur Arbeit

Sie würden gerne öfter mit dem

Rad fahren, haben aber Angst vor den schnellen

Autos oder den Straßenbahnschienen? Es gibt

fast immer Ausweichwege und inzwischen über

1.270 Kilometer Radweg in Wien.

Die Alltagswege

kennt man meist gut

zu Fuß, mit dem Auto oder mit U-Bahn, Bus

und Bim. Mit dem Rad sind aber oft andere

Routen als die bereits bekannten sinnvoll. Hier

hilft ein Routenplaner im Internet. Einfach

Ausgangspunkt und Ziel angeben, und der

Rechner findet für Sie den Weg.

Je nachdem,

ob Sie möglichst nur auf

Radwegen und verkehrsberuhigten Straßen

radeln möchten oder einfach möglichst schnell

– vielleicht auch auf vielbefahrenen Straßen –

ans Ziel kommen wollen, bietet Ihnen ein

Routenplaner verschiedene Wege an.

Gute Routenplaner

gibt es im Internet

und meist auch als App fürs Handy.

www.anachb.at, www.wien.gv.at

,

www.fahrradwien.at

Tipp

von Judith Wittrich,

AK VERKEHRSEXPERTIN

Eine gute Gelegenheit ist die Aktion „Wien

radelt zur Arbeit“, die gerade in den Start­

löchern steht. Den ganzen Mai über wird

um die Wette geradelt, und tolle Preise

warten: vom Ballonflug bis zu Fahrradpro­

dukten. Im vergangenen Jahr ra­

delten 6.800 Wiener Arbeit­

nehmerInnen über 419.000

Kilometer zur Arbeit. Dabei kön­

nen Kolleginnen und Kollegen

Teams bilden und gemeinsam

Radkilometer sammeln und na­

türlich auch gemeinsam gewinnen.

Anmeldung und Infos unter:

wien.radeltzurarbeit.at

kurz

notiert

Fahr sicher Rad

Noch nie geradelt, aber neugierig? Schon

lange nicht mehr in die Pedale getreten? Oder

trauen Sie sich nicht so recht in den Wiener

Verkehr? Dafür gibt es das Trainingsprogramm

„Fahr sicher Rad“: Ein Nachmittagskurs,

eventuell auch mit Leihfahrrad, für Einsteiger-

Innen kostet um die 30 Euro.

Infos unter

www.fahrsicherrad.at

Kilometergeld

Ihr/e ArbeitgeberIn kann auch für Dienstfahrten

mit dem Rad den amtlichen Kilometergeldsatz

von 0,38 Euro steuerfrei auszahlen. Wenn die

Firma keine Kostenersätze für Dienstfahrten

zahlt, können Sie berufliche Wege mit dem

Fahrrad steuerlich als Werbungskosten geltend

machen: 0,38 Euro pro Kilometer, maximal 570

Euro (für 1.500 Kilometer im Jahr). Führen Sie

dafür wie für Dienstfahrten mit dem Auto ein

Fahrtenbuch.

Bügel statt Spirale

Es lohnt sich, in ein gutes Fahrradschloss zu

investieren, so der Verein für Konsumentenin-

formation. Bei Fahrraddiebstählen zählt der

erste Eindruck. Wenn der Diebstahl aufwendig

oder auffällig wird, schreckt das durchaus vom

Fahrradklau ab. Die beliebten „Schlangen“

oder Spiralschlösser gelten dagegen eher als

Einladung für Diebe: Sie sind mit einer Zange

in gut drei Sekunden zu knacken. Bei

Bügelschlössern muss schon mit massiverer

Gerätschaft angerückt werden.

unter

www.konsument.at

Klicken Sie auf

„Auto und Transport“, dann auf „Fahrrad“.

Spiralschlösser können in nur 3 Sekunden

geknackt werden