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Noch Fragen?

wien.arbeiterkammer.at

AK FÜR SIE 04/2017

21

men. „Dafür gibt es einige wenige Muster-

beispiele.“

Die HTL Wien 10 hat eine Übergangs-

stufe eingeführt. SchülerInnen können

dort Defizite in den Hauptgegenständen

aufholen und dann im nächsten Jahr wie-

der in der ersten Klasse anfangen. Die bei-

den Freunde Luca und Marc René sind

gerade in der Übergangsstufe. Luca: „Wä-

re ich nicht in der Übergangsstufe gelan-

det, hätte ich wahrscheinlich abgebro-

chen.“ Marc René: „Ich wäre sicher

sitzengeblieben und hätte dann von Neu-

em beginnen müssen, ohne große Vorbe-

reitung wie jetzt.“

Betriebe müssen umdenken

Da sich das Schuljahr in die Schlussphase

begibt, sind auch die Poly-Schüler im Be-

werbungsstress. Einer von ihnen ist Denis.

Der 14-Jährige ist handwerklich begabt:

„Mein Lehrer in Elektrotechnik ist sehr be-

geistert von meinen Fähigkeiten.“ Aber er

hat nicht so gute Noten in den Lernfä-

chern, etwa in Mathematik.

„Ich mache mir große Sorgen um die

Zukunft meines Kindes“, sagt seine Mutter

Danijela: „Bei der Lehrstellenvergabe

schauen die meisten Unternehmen haupt-

sächlich auf die Noten.“ Zeit, dass in den

Betrieben umgedacht wird: Lehre kommt

von Lehren.

SINIŠA PUKTALOVI

Philipp hat die HTL

abgebrochen, Jessica

sucht fast schon

ein Jahr lang eine

Lehrstelle. Im Projekt

Jugendwerkstatt wird

ihnen geholfen, trotz

Lehrplatzmangel

etwas zu finden

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Poly-Schüler Denis

mit Mutter Danijela

Babic: Der Bursch

ist handwerklich

geschickt, aber „die

meisten Unterneh-

men schauen haupt-

sächlich auf die

Noten“, macht sich

die Mutter Sorgen

um einen Lehrplatz

Ein Kunstwerk

mit den Jungen

Am Karlsplatz steht neuerdings eine

Skulptur, die Bau-Lehrlinge

entwickelt haben.

D

as ist wieder typisch Lehrling: In der

Bau-Berufsschule machten sie sofort mit,

als ihnen die Kunsthalle Wien vorschlug,

gemeinsam mit dem Künstler Karsten Födinger

eine Skulptur zu entwickeln, die ihre Interessen

und Gefühle ausdrückt (in Kooperation mit der

Arbeiterkammer und der Schule). Jetzt ist die

Skulptur fertig. Sie ist ein Gästehaus aus Beton

und heißt „Gäste / Gosti / Misafirler“.

Beton mit Gefühl

Mitgearbeitet hat zum Beispiel Maurer- und

Schallungsbaulehrling Linda Limbeck. Sie fin-

det es „leiwand, anzupacken und dreckig zu

werden“. Dabei war auch Maurerlehrling Tugay

Yilmaz. Ihm macht „Betonmischen viel Spaß“. Die

Skulptur zeigt Gefühle der Jugendlichen. Und, so

Tugay: „Da wir aus unterschiedlichen Ländern

kommen und uns alle gut verstehen, habe ich

vorgeschlagen, dass wir auch Fahnen machen

sollten.“ Schauen Sie sich das an! Die Skulptur

steht vor der Kunsthalle Wien, Karlsplatz, 1040,

Rosa-Mayreder-Park (Treitlstraße 2). Und übri-

gens: Wenn Sie tolle Lehrlinge kennen, die einen

Preis verdient haben, melden Sie sie für die

„Typisch Lehrling“-Aktion von AK und Gewerk-

schaftsjugend unter

www.typischlehrling.at

an.

„Gäste / Gosti / Misafirler“ am Karlsplatz.

Mitgegossen haben Tugay und Linda

Ausbildungspflicht –

die Info-Messe

für Eltern, Jugendliche, Interessierte

Mo, 15.5., 15:00–20:00 Uhr

AK Wien Bildungszentrum,

1040, Theresianumgasse 16–18

www.ausbildungbis18.wien