Table of Contents Table of Contents
Previous Page  22 / 32 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 22 / 32 Next Page
Page Background

Foto: Christian Fischer

22

AK FÜR SIE 03/2018

N

ach einem Gerichtsurteil in Deutsch-

land zu Fahrverboten wegen Luftver-

schmutzung hat dazu auch eine De-

batte in Österreich eingesetzt.

Die Gesundheit der Menschen hat Vor-

rang. „Aber Fahrverbote wären eine zu ein-

seitige Überwälzung der Umweltkosten

auf die Menschen, die in gutem Glauben

an die Einhaltung der zum Abgaswerte ihr

Auto gekauft haben“, sagt AK Direktor

Christoph Klein.

Bessere Verbindungen

Klein: „Es ist die Autoindustrie, die bisher

mehr Energie auf die Umgehung von wirk-

samen Abgaskontrollen verwendet hat als

auf die Entwicklung von schadstoffärme-

ren Autos. Ein bewährtes Mittel für saube-

rere Luft ist der Ausbau des öffentlichen

Personennahverkehrs, so Klein.

U.B.

Foto: picturedesk.com / AP /Nick Ut

Mehr Öffis statt Fahrverbote

Autoindustrie soll schadstoffärmere Pkw bauen.

Mehr Öffis sind besser als Fahrverbote

B

ei Dieselmotoren von VW, Audi, Seat

und Skoda hat Volkswagen (VW) mit

Hilfe einer unzulässigen Software

den Stickstoffausstoß bei Abgastests ma-

nipuliert.

Das hatte VW Mitte September 2015

zugegeben. Obwohl VW eine kostenlose

Umrüstung der Fahrzeuge ohne Nachteile

für die KundInnen versprach, passierte

das noch nicht vollständig. Nachdem VW

jede außergerichtliche Entschädigung ab-

lehnt, hat das Konsumentenschutzminis-

terium gemeinsam mit der Arbeiterkam-

mer den VKI mit der Durchführung von

Klagen gegen VW beauftragt. Die Ge-

schädigten können sich den Verfahren oh-

ne Risiko und zu geringen Kosten an-

schließen.

Bis jetzt keine Einigung

„Volkswagen hat sich bis dato beharrlich

geweigert, seinen Kundinnen und Kun-

den in Österreich außergerichtlich eine

Entschädigung anzubieten“, sagt Arbei-

terkammer Präsident Rudi Kaske. Kaske

betont: „Es kann ja wohl nicht sein, dass

unsere Rechtsordnung zulässt, dass er-

wiesenes Unrecht für den Verursacher

ohne Konsequenzen bleibt und sich

auch noch lohnen kann.“

D.S.

Infos im Internet unter

verbraucherrecht.at

VW wird geklagt

Konsumentenschutzministerium und AK beauftragen den

Verein für Konsumenteninformation mit Klagen.

Klage gegen VW: Viele Geschädigte sind AK Mitglieder

Lkw-Transporte

AK für Stopp von

Genehmigungen

Der Verkehrsminister hat eine weitere

Erhöhung der Transportgenehmigungen für

serbische Frächter zugesagt. „Das geht genau

in die falsche Richtung“, kritisiert die Leiterin

der AK Verkehrsabteilung, Sylvia Leodolter.

Damit wird im Transitland Österreich ohne Not

noch mehr Schwerverkehr auf den ohnehin

überlasteten Transitautobahnen rollen. Die

Betriebe und die Arbeitsplätze im österreichi-

schen Transportgewerbe geraten zusätzlich

unter Druck. „Der Güterverkehr auf der

Schiene oder der Donau wäre die umwelt-

freundliche und verkehrspolitisch sinnvolle

Alternative dazu“, so Leodolter. Hintergrund:

Mit Serbien werden Transport-Kontingente

vereinbart, weil Serbien nicht EU-Mitglied ist.

Vor allem serbische Frachtunternehmen nutzen

diese Kontingente. Die österreichischen

Unternehmen und ihre Beschäftigten

profitieren kaum davon.

Ausstellung

AK fördert

Schülerprojekt

Dem Thema „Zusammen leben und zusam-

men lernen“ sind SchülerInnen der „Berufs-

schule für Verwaltungsberufe“ und der

„Berufsschule für Handel @ Administration“ in

Workshops und mit Straßeninterviews

nachgegangen. Ihre Ergebnisse sind in einer

Ausstellung in der Kunsthalle Wien unter

dem Titel „Live Together, Learn Together –

Shared Space. Shared Rules“ zu sehen. Die

AK hat das Projekt unterstützt. Noch bis zum

3. April in der Kunsthalle im Museumsquar-

tier, Museumsplatz 1, 1070 Wien.

Foto: picturedesk.com / Willfried Gredler-Oxenbauer

Schülerprojekt in der Kunsthalle