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AK FÜR SIE 03/2018
N
ach einem Gerichtsurteil in Deutsch-
land zu Fahrverboten wegen Luftver-
schmutzung hat dazu auch eine De-
batte in Österreich eingesetzt.
Die Gesundheit der Menschen hat Vor-
rang. „Aber Fahrverbote wären eine zu ein-
seitige Überwälzung der Umweltkosten
auf die Menschen, die in gutem Glauben
an die Einhaltung der zum Abgaswerte ihr
Auto gekauft haben“, sagt AK Direktor
Christoph Klein.
Bessere Verbindungen
Klein: „Es ist die Autoindustrie, die bisher
mehr Energie auf die Umgehung von wirk-
samen Abgaskontrollen verwendet hat als
auf die Entwicklung von schadstoffärme-
ren Autos. Ein bewährtes Mittel für saube-
rere Luft ist der Ausbau des öffentlichen
Personennahverkehrs, so Klein.
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U.B.
Foto: picturedesk.com / AP /Nick Ut
Mehr Öffis statt Fahrverbote
Autoindustrie soll schadstoffärmere Pkw bauen.
Mehr Öffis sind besser als Fahrverbote
B
ei Dieselmotoren von VW, Audi, Seat
und Skoda hat Volkswagen (VW) mit
Hilfe einer unzulässigen Software
den Stickstoffausstoß bei Abgastests ma-
nipuliert.
Das hatte VW Mitte September 2015
zugegeben. Obwohl VW eine kostenlose
Umrüstung der Fahrzeuge ohne Nachteile
für die KundInnen versprach, passierte
das noch nicht vollständig. Nachdem VW
jede außergerichtliche Entschädigung ab-
lehnt, hat das Konsumentenschutzminis-
terium gemeinsam mit der Arbeiterkam-
mer den VKI mit der Durchführung von
Klagen gegen VW beauftragt. Die Ge-
schädigten können sich den Verfahren oh-
ne Risiko und zu geringen Kosten an-
schließen.
Bis jetzt keine Einigung
„Volkswagen hat sich bis dato beharrlich
geweigert, seinen Kundinnen und Kun-
den in Österreich außergerichtlich eine
Entschädigung anzubieten“, sagt Arbei-
terkammer Präsident Rudi Kaske. Kaske
betont: „Es kann ja wohl nicht sein, dass
unsere Rechtsordnung zulässt, dass er-
wiesenes Unrecht für den Verursacher
ohne Konsequenzen bleibt und sich
auch noch lohnen kann.“
■
D.S.
Infos im Internet unter
verbraucherrecht.atVW wird geklagt
Konsumentenschutzministerium und AK beauftragen den
Verein für Konsumenteninformation mit Klagen.
Klage gegen VW: Viele Geschädigte sind AK Mitglieder
Lkw-Transporte
AK für Stopp von
Genehmigungen
Der Verkehrsminister hat eine weitere
Erhöhung der Transportgenehmigungen für
serbische Frächter zugesagt. „Das geht genau
in die falsche Richtung“, kritisiert die Leiterin
der AK Verkehrsabteilung, Sylvia Leodolter.
Damit wird im Transitland Österreich ohne Not
noch mehr Schwerverkehr auf den ohnehin
überlasteten Transitautobahnen rollen. Die
Betriebe und die Arbeitsplätze im österreichi-
schen Transportgewerbe geraten zusätzlich
unter Druck. „Der Güterverkehr auf der
Schiene oder der Donau wäre die umwelt-
freundliche und verkehrspolitisch sinnvolle
Alternative dazu“, so Leodolter. Hintergrund:
Mit Serbien werden Transport-Kontingente
vereinbart, weil Serbien nicht EU-Mitglied ist.
Vor allem serbische Frachtunternehmen nutzen
diese Kontingente. Die österreichischen
Unternehmen und ihre Beschäftigten
profitieren kaum davon.
Ausstellung
AK fördert
Schülerprojekt
Dem Thema „Zusammen leben und zusam-
men lernen“ sind SchülerInnen der „Berufs-
schule für Verwaltungsberufe“ und der
„Berufsschule für Handel @ Administration“ in
Workshops und mit Straßeninterviews
nachgegangen. Ihre Ergebnisse sind in einer
Ausstellung in der Kunsthalle Wien unter
dem Titel „Live Together, Learn Together –
Shared Space. Shared Rules“ zu sehen. Die
AK hat das Projekt unterstützt. Noch bis zum
3. April in der Kunsthalle im Museumsquar-
tier, Museumsplatz 1, 1070 Wien.
Foto: picturedesk.com / Willfried Gredler-Oxenbauer
Schülerprojekt in der Kunsthalle