

Noch Fragen?
wien.arbeiterkammer.atAK FÜR SIE 05/2018
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Markus Fridrich: 120 bis 180 Minuten
Arbeitsweg
„Mehr Öffis vor allem am
Wochenende und mehr Park-and-ride-Plätze
an den Bahnhöfen“
Christoph Reichel,
45 Minuten Arbeitsweg
„Die Bahn ist pünktlicher als ihr
Ruf. Noch mehr Züge würden mir
mehr Flexibilität bringen“
Bankangestellte Tamara Rusch täglich 45
Minuten aus Breitenlee mit dem Auto zur
Arbeit im dritten Wiener Gemeindebezirk.
Sie hat zwei kleinere Kinder, die in die
Schule oder den Kindergarten gebracht
werden müssen. Um den Sohn per Bus in
die Schule zu bringen, müsste sie dreimal
umsteigen. Ihre Wünsche sind klar: „Eine
gute Anbindung an die U-Bahn und dichte-
re Intervalle auch bei den Bussen. Der 24A
ist oft vollgestopft bis unter das Dach.“
Mehr Öffis für die Ostregion
Christoph Reichel, Markus Fridrich und Ta-
mara Rusch sind drei von über 1.900
PendlerInnen, die sich an einer Online-
Umfrage der AK beteiligt haben. AK Ver-
kehrsexperte Heinz Högelsberger hat die
Antworten ausgewertet: „Mehr und
schnellere Öffis wollten dabei fast alle,
auch die, die mit dem Auto unterwegs sind
und einen Umstieg auf Bus und Bahn
überlegen.“
Im nächsten Jahr werden täglich rund
250.000 Menschen in der gesamten Ost-
region ein- und auspendeln. „Die Antwort
darauf muss ein massiver Ausbau der Öf-
fis zwischen Wien und dem Umland sein“,
so Högelsberger. Ein wichtiger Schritt da-
hin: Bund und Länder müssen bis 2020
die Bus- und Bahn-Verbindungen für die
nächsten zehn Jahre bestellen. Die Arbei-
terkammern der Ostregion fordern außer-
dem den Verkehrsminister und die Länder
zu einem klaren Bekenntnis für den Aus-
bau von Bussen und Bahnen in der Ostre-
gion auf. Högelsberger: „Wir brauchen
mehr und nicht weniger Investitionen. Wer
beim Ausbau von Gleisanlagen oder beim
Bahn- und Busangebot spart, macht die
Chancen auf eine moderne Verkehrspolitik
zunichte.“
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UDO SEELHOFER/SANDRA KNOPP
gut bis sehr gut
gut bis sehr gut
ganz oder
ziemlich sicher
ganz oder
ziemlich sicher
teils, teils
teils, teils
vielleicht
vielleicht
schlecht bis
sehr schlecht
schlecht bis
sehr schlecht
eher nicht oder
keinesfalls
eher nicht oder
keinesfalls
So sind die Busse
„Ich würde auf Öffis umsteigen, ...
Parkplätze an den
Haltestellen
... wenn es
mehr Verbin-
dungen täglich
gäbe“
Anzahl der
Verbindungen
... wenn es eine
bessere Abstim-
mung zwischen
den Öffis gäbe“
52
28
71
70
27
28
15
18
19
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14
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