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AK FÜR SIE 05/2018

N

un ist es so weit: Nachdem die Ar-

beiterkammer und das Konsumen-

tenschutzministerium den Verein für

Konsumenteninformation (VKI) mit der

Durchführung von Klagen gegen VW be-

auftragt hatten, gab der VKI nun den Start-

schuss dafür. Die Sammelaktion gegen

VW steht. Bis 20. Mai können sich vom

Abgasskandal betroffene Autofahrerinnen

und Autofahrer auf

verbraucherrecht.at

an-

melden.

Kein Risiko

Die Klagen finanziert Roland ProzessFi-

nanzAG. Der Organisationsbeitrag beträgt

120 Euro. Wer sich dem bereits länger

laufenden Strafverfahren über den Verein

für Konsumenteninformation als Privatbe-

teiligter angeschlossen hat, zahlt 50 Euro.

„Volkswagen hat sich bis jetzt beharrlich

geweigert, seinen Kundinnen und Kunden

in Österreich außergerichtlich eine Entschä-

digung anzubieten. Und das, obwohl sie die

Manipulationen bei den Abgastests zuge-

geben hatten“, sagt AK Konsumentenschüt-

zerin Gabriele Zgubic. „Es kann nicht sein,

dass vorsätzliche Manipulationen ohne

Folgen bleiben und die Konsumentinnen

und Konsumenten auf ihrem Schaden sitzen

bleiben.“

EU-Sammelklagen geplant

„Der jüngste Vorstoß der EU-Kommission

zur EU-Sammelklage war mehr als nötig“,

so Zgubic. „Denn er zieht die Konsequenz

aus dem VW-Skandal und verbessert klar

den Zugang zum Recht für Konsumentinnen

und Konsumenten.“ Denn bei der österrei-

chischen Sammelklage gibt es große Defi-

zite bei der Durchsetzung von Massenschä-

den gegen ausländische Gegner ebenso

wie etwa bei Bagatellschäden. Die EU-

Kommission will nun die Defizite beseitigen

und den Rechtsschutz in Richtung Sam-

melklage ausweiten – so soll etwa auch die

Verjährung der Ansprüche unterbrochen

werden.

D.S.

Mehr Informationen finden Sie unter wien.

arbeiterkammer.at/konsumentenrecht

Zur Sammelklage können Sie sich bis 20. Mai unter

verbraucherrecht.at

anmelden.

VW-Klage gestartet

Betroffene können sich nun beim Verein für Konsumenteninformation

anmelden. Vorstoß zu EU-Sammelklage positiv.

initiativ

Foto: Christian Fischer

Jasmin Habersberger, Margit Handschmann und Gabriele Zgubic (v. l.) befürworten die geplanten

EU-Sammelklagen

AK Erfolg

Mehr Schutz vor

Lohndumping

Immer härter werden die Arbeitsbedingun-

gen durch Lohn- und Sozialdumping, ganz

besonders am Bau. Die AK hat sich deshalb

gemeinsam mit den Gewerkschaften dafür

eingesetzt, dass zumindest öffentliche Auf-

traggeber wie Bund, Länder und Gemeinden

bei der Vergabe ihrer Aufträge noch mehr auf

die Einhaltung fairer Spielregeln achten müs-

sen. „Das neue Bundesvergabegesetz ist da

ein Schritt in die richtige Richtung“, sagt AK

Direktor Christoph Klein. So müssen künftig

alle Firmen, die bei öffentlichen Bauaufträgen

eingesetzt werden, in eine Baustellendaten-

bank eingetragen werden. Das erleichtert die

Kontrollen. Die AK will aber mehr: So etwa

sollten die oft unübersichtlich langen Ketten

von Sub-Unternehmern beschränkt werden.

AK Aktion

120.000 Jobs im

Güterverkehr sichern

Noch gibt es rund 120.000 Arbeitsplätze im

Güterverkehr in Österreich, die nach Kollek-

tivvertrag bezahlt werden. Doch die Branche

steht durch Billigangebote aus den Nachbar-

ländern enorm unter Druck. Derzeit berät die

EU in Brüssel darüber im Rahmen des „Mobi-

litätspakets I“. Die AK setzt sich für schärfe-

re Kontrollen ausländischer Lkw und gegen

die völlige Öffnung des innerösterreichischen

Transports für ausländische Billigbieter ein

und hat dazu auch in Brüssel vor Ort EU-

ParlamentarierInnen informiert.

Mehr Informationen unter

wien.arbeiterkammer.at/verkehr

Arbeitsplätze im Gütertransport besser

schützen. Die AK macht Druck

Foto: picturedesk.com / Roland M.hlanger